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Beauftragter: Menschen mit Behinderung nicht als Kostenfaktor sehen

Der Behindertenbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Holger Kiesel, hat die verengte Sicht auf Menschen mit Behinderung als reinen Kostenfaktor scharf kritisiert. Er betrachte es mit Sorge, wie Akteure aus Politik und Wirtschaft „immer öfter laut darüber nachdenken, an elementaren Grundrechten wie Inklusion und Barrierefreiheit zu sparen“, sagte der CSU-Landtagsabgeordnete laut Mitteilung am Mittwoch. Das sei fatal, weil „durch fehlende Teilhabe und Barrierefreiheit“ entstünden langfristig noch höhere Kosten.

Kiesel hat zum Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung an diesem Mittwoch (3. Dezember) auf seinen Social-Media-Kanälen eine Videokampagne unter dem Motto „Wir sind nicht zu teuer!“ veröffentlicht. Es hätten sich zahlreiche Menschen aus den Bereichen der Selbstvertretung und der Eingliederungshilfe an der Aktion beteiligt, sagte Kiesel: „Unsere Botschaft: Würdigen wir die vielen positiven Beiträge, die Menschen mit Behinderung jeden Tag für die Gesellschaft leisten, statt sie zum bloßen Kostenfaktor abzustempeln!“ (3800/03.12.2025)