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Bayern streicht Familiengeld und investiert Mittel in Betreuung

Familien in Bayern sollen ab dem kommenden Jahr kein Familiengeld mehr für die ab 01. Januar 2025 geborenen Kinder erhalten. Auch das Krippengeld soll abgeschafft werden und das eigentlich geplante Kinderstartgeld nicht kommen, teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in München nach den Haushaltsberatungen mit. Stattdessen sollen die frei werdenden Mittel „umgehend und vollständig“ in den Ausbau und Unterhalt von Betreuungsplätzen fließen. Es würden also insgesamt keine Mittel eingespart, sondern nur anders eingesetzt. Dies habe man gemeinsam mit Familienministerin Ulrike Scharf (CSU) bei den Beratungen zum Doppelhaushalt 2026/27 entschieden.

Der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen habe hohe Priorität und laufe „auf Hochtouren“, so Söder. Kinderbetreuung sei auch wirtschaftlich ein wichtiger Standortfaktor. Doch für viele Träger sei nicht der Ausbau, sondern der Unterhalt das größte Problem, etwa durch stark gestiegene Betriebskosten. Deshalb brauche es eine schnelle Reaktion und „mehr Geld im System“, um drohende Schließungen von Betreuungseinrichtungen zu verhindern, sagte der Ministerpräsident. Bis 2030 erhöhe damit der Freistaat seinen Anteil an der Finanzierung von Kindergärten und Kitas auf bis zu 80 Prozent. (3516/11.11.2025)