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Bayerischer Kunstpreis für Christoph Kürzeder

Derzeit ist auf dem Freisinger Domberg die hoch gepriesene Schau “Göttlich!” mit Werken aus der Renaissance zu sehen. Auch für Ausstellungen wie “Verdammte Lust” gab’s viel Lob – und nun für den Direktor den Kunstpreis.

Der Direktor des Diözesanmuseums Freising, Christoph Kürzeder, erhält den Bayerischen Kunstpreis in der Kategorie “Kulturbotschafter”. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird ihm am 18. November im Rahmen einer Gala im Bergson-Kunstkraftwerk München überreicht, wie das Kunstministerium mitteilte. Der Bayerische Kunstpreis wird in verschiedenen Kategorien wie Ausstellung, Stimme, Innovation oder Kreatives Schaffen vergeben. Hinzu kommt der undotierte Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Minister Markus Blume (CSU) nannte Kürzeder einen Helden der Kunstszene. “Bei ihm merkt man gleich: Da brennt jemand für Kunst und Kultur – und dieses Feuer ist höchst ansteckend! Ob bei der Neukonzeption des Diözesanmuseums Freising oder bei der Umwandlung des Klosters in Beuerberg in ein lebendiges Seminar- und Kulturzentrum – überall schafft er Räume für Geist und Seele.” Kürzeder verstehe es meisterhaft, Glauben, Kunst und Lebenswelt miteinander zu verweben. So mache er das christliche Fundament Bayerns für Jung und Alt erlebbar, lobte der Minister.

Kürzeder ist studierter Theologe und Volkskundler. Seit 2012 leitet er das Diözesanmuseum Freising und setzt sich dafür ein, kirchliche Kunstschätze nicht nur zu bewahren, sondern in zeitgemäße kulturelle Diskurse einzubringen.

Unter Kürzeders Leitung entstanden vielbeachtete Ausstellungen, die Kunst, Glauben und Lebenswelt miteinander verbinden. Auch im ehemaligen Kloster Beuerberg kuratierte er zwei große Ausstellungen und begleitete die Entwicklung des Klosters zu einem lebendigen Kultur- und Begegnungsort. Für sein Engagement wurde er 2006 mit dem Johann-Michael-Sailer-Preis und 2023 mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.