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Bayerische Protestanten wollen Stiftung zum Kirchenerhalt auflegen

Mit einer Stiftung will die bayerische Landeskirche künftig zum Erhalt denkmalgeschützter Kirchen vor allem in ländlichen Gebieten beitragen. Das sei ein Schritt zur Sicherung von „ortsbildprägenden Gebäuden, deren Verlust nicht nur Kirchenmitglieder, sondern nahezu alle Menschen beklagen würden“, sagte der Vorsitzende des Finanzausschusses, Joachim Pietzcker, am Montag in seinem Bericht bei der Herbsttagung der Landessynode in Amberg. Die Stiftung soll mit einem Startkapital von zehn Millionen Euro ausgestattet werden. Das Geld stamme aus Haushaltsüberschüssen des Jahres 2024, sagte Pietzcker.

Mit einer Stiftung erweitere man „die Partizipationsmöglichkeiten von Staat und Bevölkerung“, erklärte der Ausschuss-Vorsitzende. So erreiche man auch Menschen, die mit Kirche eigentlich nichts zu tun hätten, sich aber trotzdem für den Erhalt „ihrer“ Dorfkirche einsetzen wollen.

Landesbischof Christian Kopp erklärte, man habe gute Erfahrungen mit dieser Art von Fundraising-Projekten gemacht. Er selbst habe erst kürzlich das Fundraising für eine Stelle für Kinder- und Jugendarbeit unterstützt: „Innerhalb von vier Wochen war das Geld für zwei Jahre beisammen“, sagte Kopp. Es gehe „um das Signal, das wir aussenden“. Er sei überzeugt, dass sich dieses Konzept auch auf andere kirchliche Arbeitsfelder übertragen lasse. (3713/24.11.2025)