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Barmer: Mehr junge Menschen in Schleswig-Holstein haben Depressionen

Nach Angaben des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung wird bei jungen Menschen immer häufiger die Diagnose Depression gestellt. Im vergangenen Jahr hätten in Schleswig-Holstein rund 16.500 Menschen im Alter von fünf bis 24 Jahren eine solche Diagnose erhalten, teilte die Barmer Schleswig-Holstein am Mittwoch mit. 2018 seien es etwa 12.900 Diagnosen gewesen. Das sei ein Anstieg von 28 Prozent in sechs Jahren, hieß es.

Die größte Steigerung innerhalb eines Jahres habe es zu Beginn der Corona-Pandemie gegeben (2020: 12.800 Fälle, 2021: 14.640 Fälle). Besonders betroffen seien Mädchen und junge Frauen. Ihre Fallzahlen stiegen von 8.200 (2018) auf 11.500 (2023) und damit um 41 Prozent. Bei Jungen und jungen Männern waren es nur sechs Prozent (von 4.700 auf knapp 5.000).

Insgesamt zeigen die Krankenkassen-Daten von 2018 und 2023, dass die Zahl junger Menschen mit Depressionen in allen Bundesländern zugenommen hat. Sachsen-Anhalt sei mit 51 Prozent Spitzenreiter, Baden-Württemberg habe mit 17 Prozent den geringsten Zuwachs.