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Bahnhofsmissionen in NRW erhalten staatliche Millionenhilfe

Hilfe beim Umsteigen, Suchtberatung, Zuhören: NRW stärkt die 23 Bahnhofsmissionen im Land mit mehr als einer Million Euro. Die Einrichtungen stehen vor großen Herausforderungen.

Nordrhein-Westfalen unterstützt die Bahnhofsmissionen im Land in diesem Jahr mit 1,25 Millionen Euro. Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) übergab den Förderbescheid am Montag in der Bahnhofsmission am Dortmunder Hauptbahnhof, wie sein Ministerium mitteilte.

Mit dem Geld sollen die Angebote der 23 Bahnhofsmissionen gestärkt und weiterentwickelt werden. Die Mittel können etwa für Ausstattung, Renovierungs- oder Umbauarbeiten genutzt werden. Zudem sollen landesweite Schulungen, Fachveranstaltungen und Netzwerkarbeit gefördert werden. Auch einfache Hilfsmittel für Soforthilfen wie Decken, Kleidung oder Verbandsmaterial können damit finanziert werden.

Laumann betonte die Bedeutung der Einrichtungen: Die Bahnhofsmissionen leisteten täglich wichtige Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. “Mit viel ehrenamtlichem Engagement sind sie ein Musterbeispiel für eine solidarische Gesellschaft, die zusammenhält und jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit unterschiedslos annimmt.” Angesichts steigender Betriebskosten und sinkender Spendeneinnahmen stünden die Stationen vor großen Herausforderungen.

Vertreter von Diakonie und Caritas, die die Bahnhofsmissionen tragen, begrüßten die Unterstützung des Landes. Die Einrichtungen leisten ihren Angaben zufolge jährlich etwa eine Million Unterstützungen – allein in NRW.