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Baerbock: UN-Ordnung steht “offensiv unter Attacke”

Strafzölle, Machtpolitik und geopolitische Spannungen: Annalena Baerbock mahnt, die Charta der Vereinten Nationen als Fundament einer stabilen Weltordnung zu verteidigen.

Annalena Baerbock fordert den Schutz der UN-Ordnung als Grundlage des Weltfriedens
Annalena Baerbock fordert den Schutz der UN-Ordnung als Grundlage des WeltfriedensImago / photothek

Die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, warnt vor den Folgen der vom US-Präsidenten Donald Trump verlangten Annexion Grönlands. „Dann könnte in Zukunft kein Land auf dieser Welt mehr ruhig und in Frieden schlafen“, sagte die ehemalige deutsche Außenministerin im Deutschlandfunk. Sie zog Parallelen zum russischen Überfall auf die Ukraine vor vier Jahren.

UN-Ordnung unter Druck durch USA und Russland

Eigentlich sollten die USA und Russland als ständige Mitglieder im UN-Sicherheitsrat für Frieden sorgen. Stattdessen träten sie die internationalen Regeln mit Füßen. Das bedeute Unsicherheit für alle, sagte Baerbock.

Die regelbasierte Ordnung der Vereinten Nationen stehe „offensiv unter Attacke“. Sie müsse verteidigt werden, denn: „Die Charta der Vereinten Nationen ist unsere Lebensversicherung.“ Wenn Trump nun jenen Staaten mit Strafzöllen drohe, die sich gegen seine Grönland-Pläne stellen, sei das ein „Schuss ins eigene wirtschaftliche Knie“. Die USA seien stark verschuldet und hätten ein Interesse daran, weiter Handel zu betreiben.