Frankfurt a.M./Hamburg. Die Hamburger Schriftstellerin Kirsten Boie ist für ihren zeitgeschichtlichen Roman „Dunkelnacht“ mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für das beste Jugendbuch ausgezeichnet worden. Das teilt der Arbeitskreis für Jugendliteratur in Frankfurt am Main mit. Der Roman beschreibe die Gräuel der „Penzberger Mordnacht“ im April 1945 in knappen Sätzen mit schmerzhafter Präzision, wie ideologische Verblendung jede Menschlichkeit ausradiere, hieß es zur Begründung.
Als bestes Kinderbuch wurde „Die Suche nach Paulie Fink“ der US-amerikanischen Autorin Ali Benjamin geehrt. Der Roman besteche durch seine große Erzählkunst mit einer Kombination von Textsorten und dem Spiel von Realität und Fiktion, hieß es. In der Sparte Bilderbuch gewann „Die Grube“ der schwedischen Autorin und Illustratorin Emma Adbåge. In ihrer ganz eigenen Bildsprache erzähle sie mit viel Humor und Feingefühl von der Bedeutsamkeit unbeobachteter Kindheit und stehe dabei eindeutig auf Seiten der Kinder, so die Jury.

