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Ökumenpreis für Mitbegründer der kirchlichen Telefonseelsorge

Der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg verleiht den Ökumenepreis an Uwe Müller, langjähriger Leiter der Kirchlichen Telefonseelsorge Berlin-Brandenburg – als Dank für gelebte Ökumene.

Uwe Müller gründete trotz staatlichen Misstrauens die erste Telefonseelsorge in der DDR – nun, vierzig Jahre später, geht er in den Ruhestand (Archivbild von 2024)
Uwe Müller gründete trotz staatlichen Misstrauens die erste Telefonseelsorge in der DDR – nun, vierzig Jahre später, geht er in den Ruhestand (Archivbild von 2024)IMAGO / Emmanuele Contini

Der Mitgründer und langjährige Leiter der Kirchlichen Telefonseelsorge Berlin-Brandenburg, Uwe Müller, wird am 22. Januar mit dem Ökumenepreis des Ökumenischen Rats Berlin-Brandenburg (ÖRBB) ausgezeichnet. Der mit 1.000 dotierte Preis wird in einem Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen in der Kirche Herz Jesu in Charlottenburg überreicht, wie die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und Erzbistum Berlin gemeinsam mitteilten.

Mit dem Ende 2025 nach fast 40 Jahren Dienstzeit in den Ruhestand verabschiedeten Uwe Müller werde zugleich „die große Schar der ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger der Telefonseelsorge“ geehrt. Aus Sicht der Jury sei nicht nur die ökumenische Trägerschaft auszeichnungswürdig, „sondern das im Wortsinn ökumenische Angebot“, heißt es. Bei der kirchlichen Telefonseelsorge fänden alle Menschen unabhängig von religiöser oder ethnischer Zugehörigkeit ein offenes Ohr: „Dafür sagen wir als Gemeinschaft von 34 christlichen Kirchen in Berlin und Brandenburg Danke!“

Gottesdienst im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen

Am 18. Januar beginnt die diesjährige Gebetswoche für die Einheit der Christen, in der weltweit ökumenische Gottesdienste abgehalten werden. Die Vorlage für die Gottesdienste wurde den Angaben zufolge dieses Mal von Christen aus Armenien erstellt.

In dem Berliner Gottesdienst am 22. Januar wird der Primas der Armenier in Deutschland, Bischof Serovpé Isakhanyan, die Predigt halten. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Chor der Armenischen Apostolischen Orthodoxen Gemeinde in Berlin. Als Gast wird der armenische Botschafter Viktor Yengibaryan erwartet.