Ausstellung zeigt Seligpreisungen auf übergroßen Schriftfahnen

In der evangelischen Klosterkirche Bursfelde sind in einer Ausstellung künftig acht übergroße Schriftfahnen zu sehen. Anlehnend an die Tradition der Schreibwerkstätten der Klöster, habe die Schriftkünstlerin Maya Huber kalligrafisch die Eröffnungsworte der Bergpredigt festgehalten, teilte Ruhestandspastor Klaus Dettke am Mittwoch mit. Die Ausstellung „Seligpreisungen“ mit den mehr als drei Meter langen Schriftfahnen ist vom 8. Juni bis zum 3. August zu sehen.

Die 1947 in Tuttlingen geborene Huber habe auf jeder Fahne eine der biblischen Seligpreisungen gestaltet und bringe sie zusammen mit Zitaten, Liedtexten und Gedanken. Huber, deren Werke unter anderem in den USA ausgestellt wurden, arbeitet als freie Künstlerin für Verlage und öffentliche Auftraggeber und als Dozentin. Ihre Arbeiten befinden sich unter anderem in der Berliner Sammlung Kalligrafie an der Akademie der Künste.

Die Ausstellung knüpfe an die Tradition der Benediktiner an, die seit dem 11. Jahrhundert die Seligpreisungen in Liturgie und Gesang verankerten, sagte Dettke. Wie die Mönche damals würden auch heutige Besucher die Preisungen im Kirchenraum singen, auch mehrstimmig während des Mittagsgebets. Das Kloster Bursfelde wurde 1093 als Benediktiner-Abtei gegründet. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde es evangelisch. Bis 1672 lebten dort Mönche.

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