Das Deutsche Auswandererhaus eröffnet am 29. Januar die Sonderausstellung „Aufbrüche – Umbrüche: Ein Dialog zwischen Bremerhaven und Chemnitz“. Sie rücke zwei Städte in den Fokus, die in Geschichte und Gegenwart durch Migration tiefgreifende Wandlungsprozesse erlebt hätten, teilte das Museum in Bremerhaven am Mittwoch mit. Entstanden sei die Schau in Kooperation mit der Professur für Humangeographie mit dem Schwerpunkt Europäische Migrationsforschung an der Technischen Universität Chemnitz.
Die Ausstellung ist den Angaben zufolge aus Stadtrundgängen in Bremerhaven und Chemnitz hervorgegangen, die gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern beider Städte erarbeitet wurden. Sie zeigten Migration im konkreten, gewachsenen Stadtraum auf und eröffneten einen neuen Blick auf vermeintlich Altbekanntes.
Ausgehend vom 19. Jahrhundert zeige die Ausstellung anhand ausgewählter Stationen, wie eng persönliche Erfahrungen, kollektive Erinnerungen sowie historische und geografische Zusammenhänge miteinander verwoben seien, hieß es. Dazu zählten Straßenzüge, die im Laufe der Jahrzehnte von unterschiedlichen Communities geprägt wurden, Unternehmen, die durch Arbeitsmöglichkeiten Zu- und Abwanderung beeinflussten, sowie Parks und Sehenswürdigkeiten, die durch lebensgeschichtliche Anekdoten ein neues Gesicht erhielten.