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Ausstellung zeigt: Dürer war Millionär

Der Künstler Albrecht Dürer (1471 bis 1528) war seinerzeit ein steinreicher Mann. Die neue Präsentation im Nürnberger Dürer-Haus „Dürer macht Geld“ zeigt ab Freitag (14. November) anhand originaler Druckgrafiken und Münzen, für wie viel Geld Dürer seine Werke verkaufte, teilten die Museen der Stadt Nürnberg mit.

Dürer gründete mit etwa 25 Jahren eine eigene Werkstatt in Nürnberg und erfand sein berühmtes Monogramm
„AD“ als Markenzeichen. Er spezialisierte sich auf die Produktion von Druckgrafiken für den freien Markt. Für den Vertrieb stellte er Außendienstler an, die seine Grafiken exklusiv verkauften. Als erster Künstler konnte er von seinen Einnahmen als Druckgrafiker leben, heißt es in der Mitteilung.

Für die Druckgrafiken legte Albrecht Dürer ein Preissystem nach Größen fest: Für einen Gulden bekam ein Kunsthändler im Jahr 1520 in Antwerpen acht große, 20 mittlere oder 45 kleine Drucke. Selbst für einen Nürnberger Tagelöhner mit einem Jahresverdienst von etwa 27 Gulden waren Dürer-Drucke demnach erschwinglich. Den Lohn für seine Gemälde handelte Dürer jeweils individuell aus.

Bis zuletzt habe der Künstler über seine Finanzen geklagt. Aber bereits nach der zweiten Reise nach Venedig war Dürer wohl ein reicher Mann, zeigt die Ausstellung. Er leistete sich ein stattliches Wohnhaus für insgesamt etwa 500 Gulden, bezahlte sein Vaterhaus ab und kaufte einen Garten. Ab einem Besitz von 1.000 Gulden galt man damals in Nürnberg als reich. Dürers Nachlassvermögen wurde zwei Jahre nach seinem Tod auf fast 7.000 Gulden geschätzt, was heute einem Millionenwert in Euro entspräche.

Neben Originalgrafiken aus den Beständen der Grafischen Sammlung der Stadt Nürnberg sind bis zum 8. März auch einige Leihgaben aus dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg zu sehen. (3511/10.11.2025)