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Ausstellung zeigt Änderung des Selbstbilds in virtueller Realität

Jeder Mensch hat ein bestimmtes Bild von sich selbst im Kopf. Aber stimmt es überhaupt mit der Realität überein? Und wie verändert sich die eigene Identität in virtuellen Welten? Damit befasst sich eine neue Ausstellung.

Eine Ausstellung in Friedrichshafen geht der Frage nach, wie digitale Medien das Selbstbild der Menschen verändern. “Somatic Identities – Körperlichkeit und Identität in digitalen und realen Welten” lautet der Titel der Schau, die nur für kurze Zeit vom 4. bis 7. Dezember auf dem “ZF Campus” der Zeppelin Universität zu sehen ist.

Besucher könnten nicht nur physisch ausgestellte Exponate betrachten, sondern auch interaktive Kunstwerke in Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) erleben und so “das eigene Selbstbild spielerisch hinterfragen”, teilten die Ausstellungsmacher am Freitag mit. Mit VR-Brillen taucht man völlig in eine computergenerierte Umgebung ein, im Falle von AR ergänzen digitale Inhalte die Realität.

Die digitale Welt könne Wahrnehmung, Selbstverständnis und Körperbewusstsein verändern, hieß es. Beim Workshop “Becoming Chimeric” (etwa: Ein Mischwesen werden) mit der Künstlerin Martina Menegon hätten Teilnehmende die Gelegenheit, ihren eigenen digitalen Doppelgänger zu erstellen – “halb sie selbst, halb künstlerischer Avatar”.

Mit immersiven Technologien experimentieren könnten Schulklassen und Jugendgruppen bei Führungen und Workshops im “Immersion Lab”. Es wird vom Lehrstuhl für Systeme der virtuellen Realität um Informatikprofessor Raphael Zender betreut. Unter dem Hashtag “nofilter” hinterfragten zudem Expertinnen und Experten aus Philosophie, Soziologie, Medienwissenschaft, Film, Literatur, Musik und Kunst das Realitätsverständnis der Gegenwart. Die Ausstellung wurde von Studierenden der Zeppelin Universität konzipiert.