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Ausstellung “Sonnensucher” präsentiert DDR-Kunst

In der historischen Baumwollspinnerei im sächsischen Zwickau ist von April bis August eine Ausstellung mit Kunstwerken aus der Sammlung des DDR-Bergbauunternehmens Wismut geplant. Unter dem Titel „Sonnensucher. Kunst und Bergbau der Wismut“ werde erstmals ein umfassender Überblick über die gesammelten Werke gegeben, teilte die Stadtverwaltung Zwickau am Mittwoch mit. Zum Stand der Vorbereitungen will die Stadtverwaltung am 22. Januar informieren.

Die „Wismut“ ist als einer der einst weltweit größten Produzenten von Uran bekannt. Im Kalten Krieg lieferte sie aus Westsachsen und Ostthüringen das Material für waffenfähiges Uran der Sowjetunion. Das Bergbauunternehmen sammelte jedoch zwischen 1950 und 1990 auch bildende Kunst im großen Stil.

Mehr als 4.000 Werke von rund 450 Kunstschaffenden gehören zur Sammlung, die zu den umfangreichsten eines DDR-Unternehmens gehört. Etwa die Hälfte der Arbeiten hat einen direkten Bezug zum Uranerzbergbau auf. Es sind laut Wismut GmbH vor allem Landschaftsdarstellungen, Porträts und Arbeitsszenen.

Trotz offiziellen Aufträgen hätten sich Künstler in ihren Werken häufig nicht an staatliche kulturpolitische Vorgaben gehalten, hieß es. Es seien zahlreiche künstlerische Arbeiten von hoher Eindringlichkeit und Authentizität entstanden. Die Ausstellung in Zwickau ist ein Beitrag zur europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025.