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Ausstellung blickt auf Anfänge der Altertumsforschung

Zum 200-jährigen Bestehen des „Voigtländischen Alterthumsforschenden Vereins“ präsentieren das Museum Reichenfels/Hohenleuben und das Stadtmuseum Gera ab dem 12. Dezember eine Studioausstellung. Sie beleuchte die Anfänge der historischen Forschung in Ostthüringen, teilte eine Sprecherin der Stadt Gera am Dienstag mit.

Die Ausstellung zeigt laut Stadtverwaltung erstmals in Gera historische Objekte aus den ersten Vereinsjahren. Besucherinnen und Besucher erhielten einen Einblick in die frühen Sammlungen, die ohne das Engagement des Vereins möglicherweise verloren gegangen wären. Die Ausstellung vermittele einen Einblick in die Ursprünge der regionalen Geschichtsforschung und musealen Tradition in Ostthüringen.

Am 29. Dezember 1825 trafen sich 16 Männer in der Wohnung des Hohenleubener Arztes Julius Schmidt (1796-1872), um den Verein zu gründen. Er ist heute der älteste Geschichtsverein Thüringens und einer der ältesten Deutschlands. Zwar waren keine Vertreter aus Gera anwesend, doch wenige Jahrzehnte später stellten Geraer Mitglieder rund 40 Prozent der Mitgliedschaft. Ihre Forschung prägte die Vereinsarbeit, etwa durch Ausgrabungen auf einem eisenzeitlichen Gräberfeld in der heutigen Bielitzstraße.

Im Jahr 1878 schenkte ein Vereinsmitglied, der Färbermeister Johann Christian Seydel (1827-1885), seine geologische Sammlung der Stadt Gera, was den Grundstein für das Stadtmuseum legte. In dieser Hinsicht könne der Hohenleubener Verein als Impulsgeber der Geraer Museumslandschaft gesehen werden, sagte die Stadtsprecherin.