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Ausgrabungen am Römermuseum in Haltern bringen neue Erkenntnisse

Bei Ausgrabungen auf dem Gelände des Römermuseums in Haltern am See haben vier Studierende der Universität Köln unter anderem einen gut erhaltenen bronzenen Löffel und Überreste einer Weinamphore aus der Antike entdeckt. Bei den knapp vier Wochen dauernden Grabungsarbeiten seien auch zahlreiche Gebäudestrukturen freigelegt worden, erklärte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Donnerstag. Die angehenden Archäologinnen und Archäologen der Uni Köln werteten ihr Fundgut nun aus.

„Noch ist nicht sicher, ob wir es bei den Gebäuderesten mit einer Mannschaftsbaracke oder einem Atriumhaus zu tun haben“, sagte LWL-Römerexpertin Bettina Tremmel. Eine der gefundenen Gruben könnte als eine Art Kühlschrank gedient haben. Besonders hervorzuheben sei zudem der Fund einer sogenannten Terra Sigillata (lateinisch: gestempelte Erde), erklärte Tremmel. Dabei handele es sich um ein 2.000 Jahre altes Tafelgeschirr mit römischen Töpferstempel. Auch Spielsteine und Münzen gehören demnach zu den Funden an der Römerbaustelle des Museums.

An Standort in Haltern am See befand sich vor 2.000 Jahren mit dem Lager „Aliso“ einer der wichtigsten Militärkomplexe der Römer. Heute gehört das Gelände der Römerbaustelle zum Römermuseum des LWL.