Arte zeigt Porträt von Michael Douglas und Film “Falling down”

Über die außergewöhnliche Karriere einer Hollywood-Legende

In Zusammenarbeit mit filmdienst.de und der Katholischen Filmkommission gibt die KNA Tipps zu besonderen TV-Filmen:

Unter der glühenden Sonne von Los Angeles schwitzt ein namenloser Mann (Michael Douglas) in seinem Auto, das in einem riesigen Stau steckt. Er ist wütend. Denn heute ist der Geburtstag seiner Tochter, die bei seiner Ex-Frau lebt, und er steckt im Stau! Kurzerhand lässt er sein Auto mit dem bezeichnenden Kennzeichen "D-Fens" stehen und geht zu Fuß weiter.

Unterwegs versucht er, in einem Laden Kleingeld für einen Anruf zu bekommen, aber der Besitzer verweigert es ihm. Das bringt ihn so sehr in Rage, dass er den Laden mit einem Baseball-Schläger zertrümmert. Später wird er von zwei Gangstern bedroht; er schlägt sie nieder und zieht weiter. Doch die beiden Gangster wollen das nicht auf sich sitzen lassen und machen Jagd auf ihn. Dabei gelangt der Mann in Besitz einer Sporttasche voller Waffen, mit denen er seinen Kreuzzug gegen die Ungerechtigkeit fortsetzt.

Parallel dazu erzählt der von Joel Schumacher inszenierte Thriller (21.45 - 23.35 Uhr) aus dem Jahr 1992 von dem US-Sergeant Martin Prendergast (Robert Duval), der an seinem letzten Tag vor der Pensionierung merkt, dass ein und derselbe Mann hinter einer ganzen Serie von Untaten steckt. Da seine Kollegen dem keine Beachtung schenken, macht er sich allein auf die Suche nach dem Unbekannten.

"Falling Down" porträtiert einen Mann, der Selbstjustiz begeht, weil er sich von der Gesellschaft zurückgesetzt und betrogen fühlt. Ein Bürger, dessen psychisches Korsett den Frustrationen, die das Leben in der Megacity Los Angeles bereithält, nicht mehr gewachsen ist. Eine realistische Beschreibung von Auswüchsen und Missständen, die sich mit rassistischen Elementen und gesellschaftlichen Vorurteilen aller Art mischt.

Im Anschluss zeigt Arte als Hommage an Michael Douglas die biografische Dokumentation (23.35 - 00.30 Uhr), und zwar unter der besonderen Rücksicht einer komplizierten Vater-Sohn-Beziehung. Denn der älteste Sohn des großen Kirk Douglas (1917-2020) hat einige Zeit gebraucht, um sich aus dem Schatten seines Vaters zu lösen.

Die Doku zeichnet die außergewöhnliche Karriere von Michael Douglas nach, der als Schauspieler und Produzent zunächst in die Fußstapfen seines Vaters trat und dann aber selbst zum Star wurde. Trotz seines Erfolgs musste Michael Douglas immer wieder Hürden überwinden: seine Alkoholsucht, sein chaotisches Privatleben, eine Krebserkrankung und die Drogenprobleme seines Sohns Cameron, der wegen Drogenhandels zu mehrjähriger Haft verurteilt wurde.

Nachdem Kirk Douglas 2020 mit stolzen 103 Jahren verstarb, wurde Michael zum charismatischen Oberhaupt des Douglas-Clans. Der Film von Amine Mestari geht der komplexen Vater-Sohn-Beziehung auf den Grund und zeigt, wie Michael Douglas, der lange Zeit lediglich als Sohn wahrgenommen wurde, schließlich selbst zur Hollywood-Größe aufstieg, so dass Kirk Douglas nunmehr oft als der "Vater von Michael" bezeichnet wird. Michael Douglas spricht dabei mit frappierender Ehrlichkeit über sich selbst und sinniert über den Schauspielberuf und das Leben insgesamt.

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