ARD und ZDF nutzen bei ihrer Berichterstattung von den Olympischen Winterspielen auch Künstliche Intelligenz (KI). Wie die ARD dem epd mitteilte, setzen die Sender eine neue Anwendung ein, die Olympic Broadcasting Services (OBS) anbietet, das Unternehmen, das die Bilder von dem Sportereignis bereitstellt. Mit diesem technischen Hilfsmittel ließen sich für die unterschiedlichen Plattformen noch schneller Highlights und Zusammenfassungen der Wettbewerbe anbieten. Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo werden am Freitag offiziell eröffnet, sie enden am 22. Februar.
Erstmals werde es bei der Olympia-Berichterstattung „KI-generierte Highlights geben, also automatisiert erstellte Clips in unterschiedlichen Längen für unterschiedliche Ausspielwege“, sagte Katja Wildermuth, Intendantin des Bayerischen Rundfunks (BR). Auf ARD-Seite sind der BR und der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) Federführer für die Olympia-Berichterstattung.
Im Fernsehen wechseln sich das Erste Programm und das ZDF bei den Übertragungen von den Olympischen Winterspielen ab. Das ZDF erklärte, das KI-Tool diene der technischen Analyse und Strukturierung von Rohmaterial. Die ARD wird im Ersten insgesamt rund 120 Stunden live übertragen, das ZDF rund 100 Stunden. Gemeinsam produzieren ARD und ZDF zusätzlich ein Livestream-Angebot im Umfang von 700 Stunden.
Die Olympia-Zusammenfassungen entstünden aus Original-Sendematerial, dazu gehörten auch die Live-Kommentare der Reporterinnen und Reporter, sagte ein ARD-Sprecher dem epd. Mithilfe der KI seien auch Videos mit Fokus auf das Abschneiden deutscher Athletinnen und Athleten schnell und unkompliziert möglich. Alle Zusammenfassungen würden redaktionell überprüft und abgenommen. Die redaktionelle Verantwortung und die journalistische Kontrolle liege stets beim Menschen. Manuelle Eingriffe seien jederzeit möglich. Daher sei eine Kennzeichnung, dass KI genutzt wird, nicht nötig.