Menschen mit Behinderung haben es auf dem Arbeitsmarkt einer Studie zufolge zunehmend schwer. Laut dem am Freitag veröffentlichten Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch ist zwar deren Beschäftigungsquote in Niedersachsen – also der Anteil, den Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitenden an Menschen mit Behinderung vergeben müssen – im vergangenen Jahr minimal auf 4,2 Prozent gestiegen. Der Wert lag aber damit immer noch unterhalb des Bundesdurchschnitts von 4,4 Prozent und den gesetzlich vorgeschrieben 5 Prozent.
Deutschlandweit markierten die 4,4 Prozent den tiefsten Stand seit Veröffentlichung des ersten Inklusionsbarometers Arbeit im Jahr 2013, teilte die Aktion Mensch mit. Zugleich sei die Zahl der Arbeitslosen mit Behinderung im Durchschnitt des vergangenen Jahres sowohl bundesweit als auch in Niedersachsen um fast sechs Prozent gestiegen. Damit waren im Mittel mehr als 175.000 Menschen mit Behinderung ohne Arbeit (Niedersachsen: 14.174). Ihre Arbeitslosenquote liege nunmehr bei fast zwölf Prozent.
Baden-Württemberg hatte demnach mit 3,9 Prozent die niedrigste Beschäftigungsquote, Nordrhein-Westfalen mit 4,9 Prozent die höchste. Hessen und Baden-Württemberg hatten mit je 9 Prozent die geringsten Arbeitslosenquoten für Menschen mit Behinderung, Nordrhein-Westfalen mit 15 Prozent die höchste. Den stärksten Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnete mit mehr als 9 Prozent Bayern. Am geringsten fiel dieser Anstieg mit rund 4 Prozent in den östlichen Bundesländern aus, die zusammen ausgewiesen wurden. Nicht aufgeführt wurden Bremen, Hamburg, das Saarland und Schleswig-Holstein.