Artikel teilen:

Altenburg öffnet Friedhof für Tierbestattungen

Die ostthüringische Stadt Altenburg öffnet ihren Friedhof für Tierbestattungen. Seit Jahresbeginn sei es möglich, auf dem städtischen Friedhof Urnen von Heimtieren bestatten zu lassen, teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit. Einen entsprechenden Beschluss habe der Stadtrat in seiner letzten Sitzung des Vorjahres mit großer Mehrheit gefasst.

Nachdem die geänderten Satzungen im Amtsblatt veröffentlicht wurden, könnten die Bürgerinnen und Bürger von dem neuen Angebot Gebrauch machen. Für die Urnen-Bestattung von Heimtieren sei ein Areal an der äußeren Friedhofsmauer vorgesehen. Die Friedhofsgebühren für die Bestattung der Tiere liegen laut Satzung bei 100 Euro. Hinzu kommen Kosten beim Bestattungsinstitut, die unter anderem für die Einäscherung, die Urne und das Ausheben des Grabs entstehen.

Ein Sprecher der Stadt sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), es habe Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern gegeben. Da die Zahl der menschlichen Bestattungen seit Jahren rückläufig sei, gebe es Platz für dieses Angebot. Der Altenburger Friedhof existiert bereits seit 500 Jahren und weise einen entsprechend alten Baum- und Denkmalbestand auf.

In Thüringen sind Erdbestattungen von Haustieren auf dem eigenen Grundstück und abseits von Wasserschutzgebieten erlaubt. Darüber hinaus bieten verschiedene Unternehmen Einäscherungen und die Bestattung auf speziellen Tierfriedhöfen an. Bestattungen auf kommunalen Friedhöfen sind dagegen die Ausnahme. Im Jenaer Ortsteil Burgau sind laut Stadtverwaltung seit 2017 sogar Bestattungen von Mensch und Tier in einem Grab möglich.