Die Initiative „Schule für krebskranke Kinder“ im Allgäu hat den Landeswettbewerb „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ in Bayern gewonnen. Für viele krebskranke Kinder sei der regelmäßige Schulbesuch wegen ihrer Erkrankung nicht möglich, heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch der Krankenkasse DAK, die den Wettbewerb organisiert hatte. Mithilfe eines Avatars könnten betroffene Kinder digital am Unterricht teilnehmen, in der Pause mit ihren Klassenkameraden sprechen oder sogar bei Ausflügen und Abschlussfeiern dabei sein.
Die Erfahrungen zeigten, dass die beteiligten Kinder deutlich leichter wieder in den Schulalltag integriert werden könnten, wenn sie gesund genug sind, zurückzukehren, sagte die Projektleiterin Natalie Müller. Der zweite Platz ging an die „Medienscouts Oberfranken“, die sich gegen Hass und Mobbing sowie für die Stärkung junger Menschen im digitalen und analogen Alltag einsetzen. Platz drei belegt die Initiative der Stiftung Dianino aus Weichering bei Ingolstadt, die schnelle und unbürokratische Hilfe für Kinder mit Typ-1-Diabetes und deren Familien bereitstellt.
Einen Sonderpreis erhielt der Verein „Dachskinder“ aus Meitingen bei Augsburg. Einmal im Monat werden pflegebedürftige Kinder in einer Kleingruppe betreut, damit sich die Eltern eine Auszeit nehmen und neue Kraft schöpfen können. Bayernweit hatten sich rund 60 Projekte beworben, bundesweit waren es etwa 500. Schirmherrin ist des Wettbewerbs ist die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU), die die Projekte als „Leuchttürme einer Gesellschaft für ein gesundes Miteinander“ würdigte. Unter allen Gewinnern der Länder soll im Dezember ein Bundessieger ermittelt werden.
Die DAK-Gesundheit ist mit 5,5 Millionen Versicherten eine der größten Krankenkassen in Deutschland. (3538/12.11.2025)