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Aktionen gegen Kinderarmut im Südwesten

Wenn Kommunen bei Schulsozialarbeit, Jugendtreffs oder Familienberatung sparen, trifft es oft die Jüngsten. Das Netzwerk „Mach Dich stark“ warnt vor den Folgen und will mit den landesweiten Aktionstagen vom 17. bis 23. November ein Zeichen gegen Kinderarmut setzen, wie der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart am Dienstag mitteilte. Über 250 Organisationen, Stiftungen und Vereine beteiligten sich daran, hieß es.

„Angebote vor Ort geben Kindern Halt und fördern Selbstvertrauen. Sie sind keine Kür, sondern Voraussetzung fürs Lernen“, sagte Netzwerkkoordinatorin Kim Hartmann. Gerade Kinder aus armutsbetroffenen Familien brauchten verlässliche Ansprechpartner und niedrigschwellige Hilfe. Statt Kürzungen fordert das Bündnis stabile Finanzierungen.

In Ludwigsburg etwa gibt es eine Diskussionsrunde zum Thema „Bildung und Armut in der Kindheit“. Schwäbisch Gmünd lädt zu Workshops, Vorträgen und Familienaktionen. Im Raum Ravensburg und am Bodensee verteilen Kinderstiftungen 100.000 Bäckertüten mit der Botschaft „Alle Kinder brauchen Chancen“. „Nur wenn alle an einem Strang ziehen, verhindern wir, dass Armut den Lebensweg von Kindern bestimmt“, sagte Hartmann. (2874/11.11.2025)