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Achtung Zecken – Tipps zum Schutz vor Bissen und Erste Hilfe

Experten erwarten ein zeckenreiches Jahr und auch immer mehr FSME-Fälle. Sie empfehlen Umsicht beim Aufenthalt im Grünen, das Benutzen von Anti-Zeckenspray und gegebenenfalls eine Impfung zur Vorbeugung.

Es gibt aufgrund des Klimawandels – auch im Winter – immer mehr Zecken. Diese übertragen Krankheiten wie Borreliose und immer häufiger auch die Hirnhautentzündung FSME. Die Infektionen können lebensgefährlich sein: Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes von Dienstag starben 2023 in Deutschland fast 20 Menschen daran, rund 6.000 mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Entsprechender Schutz ist deshalb wichtig, sagen Ärzte und Krankenkassen. Sie haben folgende Tipps:

– nach jedem Aufenthalt im Grünen den Körper, auch von Haustieren, nach Zecken absuchen. Katzen sind nicht gefährdet, an FSME zu erkranken. Bei Hunden komme dies aber vereinzelt vor, sagt die Hohenheimer Parasitologin Ute Mackenstedt.

– bei Aufenthalt auf Wiesen und in Wäldern helle lange Kleidung tragen, diese eventuell mit Anti-Zeckenspray präparieren

– Hat sich eine Zecke festgebissen, sollte sie mit einer Pinzette entfernt werden. Es bestehe kein Grund zur Panik, so die Barmer: “Nicht jeder Zeckenstich führt automatisch zu einer Infektion. Wichtig ist, die Einstichstelle in den nächsten Tagen und Wochen gut zu beobachten. Bildet sich eine ringförmige Hautrötung, sollten Betroffene die Hausärztin oder den Hausarzt aufsuchen. Dies kann ein Anzeichen für eine Borreliose sein.”

– Impfung gegen FSME-Infektionen: Da der Impfstoff in drei Tranchen verabreicht wird, sollte man ein Zeitraum von mindestens sechs Monaten für die Impfung einplanen. Die Auffrischung muss alle fünf Jahre, ab dem 50. bzw. 60. Lebensjahr – je nach verwendetem Impfstoff – alle drei Jahre erfolgen. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten.