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200 leere Stühle sollen in Hamburg an Hamas-Geiseln erinnern

In der Hamburger Innenstadt wird am Mittwoch eine symbolische Festtafel mit über 200 leeren Stühlen aufgebaut. Sie soll an das Schicksal der am 7. Oktober in den Gazastreifen verschleppten Geiseln der Hamas erinnern, wie die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland am Dienstag ankündigte. Die Aktion werde mit der Jüdischen Gemeinde Hamburg und weiteren Veranstaltern durchgeführt.

Ähnliche Installationen gab es zuletzt auch in Berlin, München und Frankfurt am Main. Die Initiatoren wollen damit an jene erinnern, die nicht zum traditionellen Abendessen zu Schabbatbeginn mit ihren Liebsten am Tisch sitzen können. Auch in Tel Aviv und anderswo wurde in dieser Form bereits der Verschleppten gedacht.

Die Hamburger Aktion soll unter dem Motto “Bring them Home” (deutsch: Bring sie nach Hause) um 12.00 Uhr auf dem Platz neben der Hauptkirche Sankt Petri stattfinden. Der Hamburger Landesrabbiner Shlomo Bistritzky werde ein Gebet sprechen, hieß es. “Angesichts des beängstigenden Antisemitismus in Deutschland soll die Aktion am Vorabend des 9. November ein deutliches Zeichen gegen Judenfeindschaft setzen”, erklärte Pastorin Hanna Lehming