Tropische Wirbelstürme sind in Sri Lanka und Indonesien nicht ungewöhnlich. Gleich zwei gleichzeitig auftretende Zyklone haben aber zu katastrophalen Zuständen geführt. Die Hilfe läuft nun langsam an.
In Indonesien und Sri Lanka ist die internationale Hilfe für hunderttausende von zwei Tropenstürmen betroffene Menschen angelaufen. Die indonesische Regierung hat eine Luftbrücke zur Versorgung der Menschen mit Hilfsgütern in den überschwemmten Provinzen Nordsumatra und Aceh eingerichtet, wie die staatliche Nachrichtenagentur Antara News am Dienstag berichtete.
Für Sri Lanka meldete die amtliche Agentur Lanka Puwath, dass die Regierung alle Einfuhrsteuern und -abgaben für lebensnotwendige Hilfsgüter sowie ein vereinfachtes Zollabfertigungsverfahren für Hilfslieferungen von internationalen Gebern angekündigt hat. Zudem sei ein Sonderfonds für die von Zyklon “Ditwah” verwüsteten Gebiete beschlossen worden.
Die schweren Regengüsse in Folge der Tropenstürme hatten in den vergangenen Tagen weite Teile von Sri Lanka und der indonesischen Insel Sumatra unter Wasser gesetzt. In Sri Lanka sind nach offiziellen Angaben mindestens 410 Menschen und in Sumatra mehr als 750 Menschen ums Leben gekommen. Der Regen habe zudem Erdrutsche ausgelöst und reiße ganze Flussufer mit.
Laut der nationalen Katastrophenschutzbehörde in Indonesien sind mehr als eine Million Menschen durch die Folgen betroffen. Ganze Regionen seien abgeschnitten, Straßen und Brücken zerstört. In Sri Lanka sind nach UN-Angaben rund eine Million Menschen betroffen. Weite landwirtschaftliche Flächen seien zerstört worden und in Bergregionen seien ganze Hänge abgerutscht.
Auch international laufen Unterstützungsmaßnahmen an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellte am Dienstag 175.000 US-Dollar als Soforthilfe zur Unterstützung grundlegender Gesundheitsdienste bereit. Gleichzeitig arbeite man mit nationalen Behörden und humanitären Partnern zusammen, um Millionen Betroffene im ganzen Land zu erreichen, teilte die WHO mit. Auch andere asiatische Staaten wie Japan, Nepal und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten bereits Hilfen angekündigt.