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Zervakis: Kulturstaatsminister Weimer provoziert mit Zwangsgebühr

In der Diskussion um den Rundfunkbeitrag warnt Linda Zervakis vor Reizvokabeln. Der Begriff “Zwangsgebühr” sei unpassend und erschwere eine sachliche Auseinandersetzung.

Zervakis kritisiert Kulturstaatsminister Weimer und mahnt zu mehr Sachlichkeit in der Debatte um den öffentlich rechtlichen Rundfunk
Zervakis kritisiert Kulturstaatsminister Weimer und mahnt zu mehr Sachlichkeit in der Debatte um den öffentlich rechtlichen RundfunkImago / HMB-Media

Die Journalistin und Moderatorin Linda Zervakis wirft Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) vor, in der Debatte um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk provozieren zu wollen. Zervakis bezog sich konkret auf das Wort „Zwangsgebühr“. Wer dieses Wort wähle, wolle provozieren, sagte sie der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Zwangsgebühr: Zervakis für eine faktenbasierte Diskussion

„Das ist legitim, ich weiß nur nicht, ob es zur Rolle eines Kulturstaatsministers passt“, sagte die 50-Jährige, die sowohl für die ARD wie auch ProSieben arbeitet. Grundsätzlich könne und solle man über die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks diskutieren. „Aber bitte auf der Grundlage von Fakten, nicht mit Reizvokabeln“, sagte Zervakis.

Das Wort „Zwangsgebühr“ wird häufig von Gegnern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verwendet, die dessen Abschaffung anstreben. Es bezieht sich darauf, dass der Rundfunkbeitrag für jeden Haushalt in Deutschland verpflichtend ist.