Wohlfahrtsverbände begrüßen zusätzliche Landesmittel für Suchthilfe

Die Wohlfahrtsverbände in Niedersachsen freuen sich über zusätzliche Mittel vom Land im sozialen Bereich. 1,5 Millionen Euro werden nach ihren Angaben über die sogenannte politische Liste im Landeshaushalt für die ambulante Suchthilfe und die sozialpädagogische Begleitung jugendlicher Straftäterinnen und Straftäter zur Verfügung gestellt. „Die Bereitstellung dieser Mittel ist ein bedeutender Schritt“, sagte Gerhard Tepe als Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege am Donnerstag.

Das Geld trage dazu bei, Angebote in der Suchthilfe und der Arbeit mit jungen Straffälligen aufrechtzuerhalten, erläuterte er. „Ohne diese Unterstützung wären weitere Einschnitte unvermeidbar gewesen, vor allem im ländlichen Raum.“

Mit der sogenannten politischen Liste können Regierungsfraktionen Schwerpunkte im Landeshaushalt setzen. SPD und Grüne in Niedersachsen hatten ihre Liste für das kommende Jahr am Dienstag vorgestellt.

In der Landesarbeitsgemeinschaft sind die sechs niedersächsischen Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen: Dies sind Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk, der Paritätische Wohlfahrtsverband und die Jüdische Wohlfahrt.

Der Paritätische hatte am Mittwoch die höhere Förderung für die Suchthilfe ebenfalls begrüßt, zugleich aber kritisiert, diese reiche nicht aus. Die Suchtberatungsstellen in Niedersachsen seien in ihrer Existenz bedroht, hatte die Landesvorsitzende Kerstin Tack gewarnt: „Niedersachsens Suchtberatungsstellen brauchen endlich eine verbindliche und auskömmliche Finanzierung, die sich auch dauerhaft in den Landes- und Kommunalhaushalten abbilden muss.“

👋 Unser Social Media