Die sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege beobachten Einschnitte in den eigenen Angeboten mit Sorge und sehen bei weiteren Kürzungen den sozialen Frieden in Deutschland in Gefahr. Menschen in schwierigen Lebenssituationen und Notlagen zu helfen, werde angesichts massiver Kostensteigerungen und sinkender Haushaltsmittel immer schwieriger, erklärten die Verbände in Berlin.
Laut einer Umfrage unter den Einrichtungen und Diensten zu deren finanzieller Lage hätten knapp zwei Drittel in den vergangenen beiden Jahren Angebote eingeschränkt oder ganz eingestellt. Mehr als drei Viertel der Befragten rechneten damit, Angebote auch im nächsten Jahr weiter zurückfahren zu müssen. Über 70 Prozent der Einrichtungen und Organisation befürchteten, dass sich das Reduzieren der Angebote negativ auf demokratisches Engagement vor Ort auswirkt.
