Greifswald. Der „Israel-Dankeschön-Abend“ der Propsteijugend Stralsund fiel aus. Auch der WLAN:D-Gottesdienst. Andachten, Teamerkurs-Wochenenden, Kinder- und Jugendfreizeiten – auch für die Jugend bringt die Corona-Krise große Einschnitte im Alltag mit sich. In Fernsehberichten über Treffen in Parks und „Corona-Partys“ war zuletzt häufig gerade dieser Generation ein Mangel an Verständnis für die Situation vorgeworfen worden.
Ein sehr verkürztes Bild, wie andere Beispiele zeigen. Denn in den Kirchenkreisen MV ist es ebenfalls die Jugend, die so einiges in Sachen Solidarität auf die Beine stellt. „Uns ist klar, dass es sehr frustrierend sein kann, auf sein normales Leben, seine Freunde und die kirchlichen Angebote verzichten zu müssen“, sagt die Pommersche Jugendvertretung und ruft zur Unterstützung der Maßnahmen gegen die Corona-Ausbreitung auf: „Es liegt an uns allen, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um dieser noch nie da gewesenen Krise entgegenzutreten.“
In die Tat umgesetzt haben dies bereits die drei evangelischen Altstadtgemeinden in Greifswald. „Wir haben einen Unterstützerkreis für Einkaufs- und Botendienste aufgebaut“, sagt Kassandra Engel vom gemeindeübergreifenden Projekt „Lebenswelten – Jugend findet Stadt“. „Wir haben die Idee der Nachbarschaftshilfe über Nachrichtendienste verbreitet, und die Resonanz unter Jugendlichen war riesig.“
