Knapp vier Monate nach dem Rücktritt von Annette Kurschus als Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen berät die Landeskirche am Samstag auf einer Sondersynode in Dortmund über die Zukunft des Leitungsamts. Neben dem Zeitplan für eine Neubesetzung soll es auch um die Frage gehen, ob Struktur und Aufgaben des Spitzenamts beibehalten oder auf ihre künftige Tauglichkeit überprüft werden.
Die Kirchenordnung der viertgrößten deutschen Landeskirche mit rund zwei Millionen Mitgliedern sieht vor, dass die Landessynode - das oberste Organ der westfälischen Kirche - bei einem vorzeitigen Ausscheiden der oder des Präses „spätestens auf der nächsten ordentlichen Tagung“ eine Neuwahl vornimmt. Das wäre die Herbstsynode Ende November. Sollte der Zuschnitt des Präses-Amts geändert werden, wäre dieser Termin allerdings nicht zu halten. Eine Neuwahl würde dann vermutlich im Herbst 2025 erfolgen.
