Im Kölner Museum Ludwig sind ab 23. März Werke der US-Künstlerin Roni Horn zu sehen. Die umfassende Überblicksausstellung „Give Me Paradox or Give Me Death“ zeige das vielfältige Œuvre der Künstlerin von den späten 1970er Jahren bis heute, kündigte das Museum am Montag an. Die Schau bestehe aus etwa hundert Werken, darunter Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen und Künstlerbücher.
In fotografischen Serien und Selbstporträts beschäftige Horn sich etwa mit der eigenen Identität und der Herausforderung, den eigenen Platz in einer von gesellschaftlichen Normen bestimmten Welt zu finden. So habe die Künstlerin bereits fluide Darstellungen von Geschlecht untersucht, bevor Begriffe wie „genderqueer“ oder „nonbinär“ in den öffentlichen Diskurs gelangten, sagte Kurator Yilmaz Dziewior.
Die Idee in Roni Horns Arbeit beschreibt das Museum so: „Alles in der Welt ist wandelbar, alles kann verschiedene Zustände und Bedeutungen annehmen.“ Die Ausstellung im Museum Ludwig betrachte diese Idee anhand von drei für Horns Schaffen zentralen Themen: Natur, Identität und Sprache.
Horn wurde 1955 in New York geboren und studierte an der Rhode Island School of Design und der Yale University. Ihre Werke waren bereits in Einzelausstellungen bekannten Museen weltweit zu sehen, etwa in der Tate Modern in London und im Whitney Museum of American Art in New York, im Pariser Centre Pompidou oder im Kunsthaus Zürich.