Weniger Besucher in meisten Berliner NS-Gedenkstätten

Das Berliner Dokumentationszentrum Topographie des Terrors hat im vergangenen Jahr rund 1,575 Millionen Besucher gezählt. Das waren drei Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie die Stiftung Topographie des Terrors auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) mitteilte.

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas zählte in der Ausstellung im „Ort der Information“ unter dem Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals 309.800 Besucherinnen und Besucher. Das waren 150 weniger als 2024, wie die Stiftung mitteilte. Im Stelenfeld selbst werden keine Besucherzahlen ermittelt.

Am 21. Februar vergangenen Jahres kam es dort zu einem tragischen Zwischenfall: Ein spanischer Tourist wurde von einem mutmaßlichen Islamisten bei einem Messerangriff lebensbedrohlich verletzt. Der Täter muss sich derzeit vor Gericht für seine Tat verantworten. Die Anklage geht von einem antisemitischen Motiv aus.

Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors registrierte wiederholt antisemitische, extremistische und andere gruppenbezogene menschenfeindliche schriftliche Kommentare auf Feedback-Wänden. Die Mehrheit hatte Bezug zum Nahost-Konflikt.

Auch die Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand zählte 2025 rückläufige Besucherzahlen. In den vier Einrichtungen wurden insgesamt 191.052 Personen gezählt (Vorjahr: 211.912). Das entspricht einem Rückgang von 9,8 Prozent. Zur Stiftung gehören neben dem Bendlerblock die Gedenkstätte Plötzensee, Ort von knapp 3.000 Hinrichtungen in der NS-Zeit, das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt sowie die Gedenkstätte Stille Helden.

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