In Hamburg werden junge Menschen mit Behinderung und ihre Familien jetzt von sogenannten Verfahrenslotsen unterstützt. Das Beratungs- und Unterstützungsangebot besteht seit dem 1. Januar dieses Jahres, wie die Sozialbehörde am Donnerstag mitteilte. Zudem werden die Verfahrenslotsen bei der Gestaltung von passenden Angeboten der Hamburger Jugendhilfe für die Zielgruppe zuarbeiten. Das Angebot ist kostenfrei, unabhängig und vertraulich. Der Kontakt ist telefonisch über der Lotsenhotline 040/42863-4900 oder per Mail unter verfahrenslotsen@soziales.hamburg.de möglich. Anschließend werde ein persönliches Beratungsgespräch vereinbart.
Aufgabe der Verfahrenslotsen sei es, junge Menschen mit drohender oder vorliegender Behinderung sowie deren Eltern, Pflegeeltern, Personensorge- und Erziehungsberechtigten bei der Beantragung von Leistungen zu unterstützen, teilte die Behörde mit. Dazu bieten sie Orientierung in den verschiedenen Rehabilitationsverfahren oder geben Informationen über weitere Hilfs- und Beratungsangebote. Auf Anfrage könne es auch eine Begleitung zu Behördenterminen geben, unter anderem um sicherzustellen, dass der individuelle Teilhabe- und Unterstützungsbedarf erfüllt wird, hieß es.
Das Beratungsangebot der Verfahrenslotsen ist laut Sozialbehörde ein zentraler Baustein des 2021 verabschiedeten Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) und Teil des Hamburger Landesaktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK).