Verband: Weniger Pflegedienste bei steigender Zahl Pflegebedürftiger

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) in Mecklenburg-Vorpommern hat vor einem massiven Einbruch der pflegerischen Versorgung im Nordosten gewarnt. Es gebe „immer weniger Pflegedienste, die immer weniger Leistungen erbringen können und die Zahl der Auszubildenden sinkt, während wir dringend mehr Personal brauchen“, sagte der bpa-Landesvorsitzende Michael Beermann laut Mitteilung vom Mittwoch. Dabei steige die Zahl der Pflegebedürftigen. Die Politik habe es versäumt, diese Entwicklungen zu erkennen und wirksam gegenzusteuern. Wichtig seien weniger Bürokratie, schnelle und unkomplizierte Refinanzierungen sowie ein einfacherer „Einsatz von internationalen Pflegekräften durch eine Kompetenzvermutung“.

Offizielle Jahresmeldungen der Pflegedienste belegen den Angaben zufolge, dass die ambulanten Leistungen in MV innerhalb von drei Jahren um fast zehn Prozent zurückgegangen sind. Auch die Gesamtzahl der im Land tätigen Pflegedienste verringerte sich von 543 im Jahr 2023 auf 522 im Jahr 2025. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Auszubildenden in der Pflege im Land um 7 Prozent. Im selben Zeitraum erhöhte sich die Zahl der Pflegebedürftigen um 12 Prozent.

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