US-Vizepräsident Vance im Vatikan empfangen

US-Vizepräsident J.D. Vance ist am Samstag im Vatikan empfangen worden. Am Morgen traf er sich mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und Kardinal Paul Gallagher, dem Sekretär für Beziehungen zu Staaten und internationalen Organisationen, wie das Presseamt des Vatikans mitteilte. Man habe sich über die internationale Lage, über Kriege, politische Spannungen und schwierige humanitäre Situationen ausgetauscht, hieß es.

Der Vatikan bezeichnete das Treffen als „herzlich“. Neben der Bekräftigung einer „gemeinsamen Verpflichtung zum Schutz des Rechts auf Religions- und Gewissensfreiheit“ sei die Hoffnung auf eine „friedliche Zusammenarbeit zwischen dem Staat und der katholischen Kirche in den Vereinigten Staaten“ geäußert worden. Ein besonderes Augenmerk des Gesprächs habe auf den Themen Migranten, Flüchtlinge und Gefangene gelegen.

Vance war bereits am Karfreitag nach Rom gereist. Unter anderem sprach er mit Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die erst kurz zuvor von ihrem Staatsbesuch im Weißen Haus zurückgekehrt war.

Beim Thema Migration hat Vance tiefe Differenzen mit Papst Franziskus. Im Wahlkampf 2024 verbreitete der Vize von US-Präsident Donald Trump die Lüge, dass Migranten Haustiere essen. Abschiebungen müssten mit einer Million Migranten beginnen. Franziskus hat Trumps geplante Massenabschiebungen deutlich kritisiert.

Der 40-jährige Vance wurde 2019 in der katholischen Kirche getauft und ist nach Joe Biden der zweite römisch-katholische Vizepräsident der USA. Auf der Suche nach Sinn habe er „Gottes Berührung“ gespürt, schrieb Vance im katholischen Magazin „The Lamp“.

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