Mehr als 2.000 Vorschläge gingen bei der Jury ein - wegen verletzenden und menschenverachtenden Sprachgebrauchs. An diesem Dienstagvormittag stellt die Expertenjury das Unwort des Jahres vor.
Am Vormittag gibt eine Sprachjury in Marburg das "Unwort des Jahres 2025" bekannt. Bis zum Einsendeschluss an Silvester gingen mehr als 2.300 Vorschläge ein. Mit der Aktion wollen die Initiatoren auf unangemessene und menschenverachtende Begriffe aufmerksam machen. Vor einem Jahr fiel die Wahl auf die Zuschreibung "biodeutsch", weil der Begriff in rassistischer und nationalistischer Weise gebraucht werde. Die Aktion läuft seit 1991, das erste Unwort des Jahres lautete damals "ausländerfrei".
In Deutschland gibt es mehrere Wort-des-Jahres-Aktionen, um das Bewusstsein für Sprache zu verbessern. Jährlich werden beispielsweise auch das Wort, das Jugendwort und der Sprachpanscher des Jahres gekürt. Im Dezember wählte die Gesellschaft für deutsche Sprache den Begriff "KI-Ära" zum "Wort des Jahres 2025" - und verwies auf die revolutionären Entwicklungen und Veränderungen durch Künstliche Intelligenz.
2025 erstmals vergeben wurde der Titel "Wortgetüm des Jahres", um für eine verständlichere Sprache zu werben. Bei der Aktion wurde der Begriff "Antidiskriminierungsbeauftragte" ausgewählt.