Die Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Regierung und dem Palästinenserhilfswerk gehen weiter. UNRWA-Chef Lazzarini erhebt schwere Vorwürfe gegen die Behörden.
Das UN-Hilfswerk für Palästinenser hat Israel Folter vorgeworfen. Laut UNRWA-Generalsekretär Philippe Lazzarini sind seit Kriegsbeginn im Oktober 2023 mehr als 50 UNRWA-Mitarbeiter inhaftiert und gefoltert worden. "Sie wurden auf die schockierendste und unmenschlichste Weise behandelt", schrieb Lazzarini am Dienstag auf der Plattform X.
Die Mitarbeiter seien als menschliche Schutzschilde genutzt worden. Auch sei es zu Schlafentzug, Demütigungen, Drohungen und Angriffen durch Hunde gekommen. Lazzarini forderte "Rechenschaft für die Verbrechen und Verstöße gegen das Völkerrecht im Gazastreifen" sowie Gerechtigkeit für humanitäre Helfer.
Israels Außenminister Gideon Saar hatte am Montag UNRWA als eine "von Hamas-Terroristen verseuchte Organisation" und die Vereinten Nationen insgesamt als "israelfeindliches sowie antisemitisches Organ" bezeichnet. Es gebe eindeutige Beweise, dass UNRWA mit Wissen der UN und ihres Generalsekretärs Antonio Guterres rund 1.400 Terroristen beschäftigte. Einige seien aktiv am Hamas-Angriff beteiligt gewesen.