Umweltaktivisten haben in der Nacht zu Donnerstag ein Waldstück nahe der Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide besetzt und damit begonnen, Baumhäuser zu errichten. Auf dem etwa 100 Hektar großen Areal plant der US-Elektroautobauer eine Erweiterung seiner Gigafactory. Mit der Waldbesetzung schließe man sich den lokalen Protesten der Bürgerinitiative Grünheide an, die seit Jahren auf die Gefährdung der Umwelt und des Trinkwassers durch den Konzern hinweise, erklärten die Aktivisten der Initiative „Tesla Stoppen“. Unterstützt werden die Waldbesetzer von der Umweltorganisation Robin Wood.
Nach Angaben einer Sprecherin der Initiative beteiligen sich an der Waldbesetzung etwa 50 Personen. Es kämen aber immer mehr Leute zur Unterstützung dazu. Bislang seien acht Plattformen an Bäumen hochgezogen worden. Die Besetzung nahe dem Bahnhof Fangschleuse sei auf unbestimmte Zeit geplant. Ein Polizeisprecher bestätigte die Besetzung und erklärte, derzeit würden die Eigentumsverhältnisse des Waldes geklärt.
