Umfrage: 69 Prozent befürworten mögliche Ausweitung der Mütterrente

Der Sozialverband VdK hatte kürzlich von einem wirksamen Mittel gegen Altersarmut gesprochen - und meinte die Mütterrente. Eine neue Umfrage zeigt, wie die Menschen in Deutschland zu dem Vorstoß von Schwarz-Rot stehen.

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge dafür, dass die Mütterrente ausgeweitet wird. 69 Prozent befürworten entsprechende Pläne von Union und SPD, wie die Forsa-Umfrage für "Stern" und RTL Deutschland ergab. Insgesamt 27 Prozent sagen, die Mütterrente solle derzeit nicht umgesetzt werden, 4 Prozent äußern keine Meinung.

Mit dem Vorstoß soll erreicht werden, dass Müttern auch für vor 1992 geborene Kinder drei Erziehungsjahre bei der Rente angerechnet werden. Derzeit werden für Kinder, die 1992 oder später geboren sind, bis zu drei Jahre Erziehungszeit angerechnet. Die Gleichbehandlung aller Mütter würde nach Berechnungen der Rentenversicherung bis zu fünf Milliarden Euro im Jahr kosten.

Die Zustimmung zu den Plänen ist den Angaben zufolge in West- und Ostdeutschland, bei Frauen und Männern sowie in den politischen Lagern hoch. Unterschiede gibt es laut Umfrage dennoch: Den höchsten Zustimmungswert mit 85 Prozent erhält eine ausgeweitete Mütterrente unter Anhängern der Linken, den niedrigsten mit 61 Prozent unter Anhängern der Grünen.

Die repräsentativen Daten wurden den Angaben zufolge am 27. und 28. März unter 1.006 Befragten telefonisch erhoben. Die Frage lautete: "Soll die Mütterrente, wie von Union und SPD geplant, ausgeweitet werden?"

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