Überblicksausstellung von Nevin Aladağ im Max Ernst Museum Brühl

Das Max Ernst Museum in Brühl zeigt seit Sonntag eine Überblicksausstellung der Bildhauerin Nevin Aladağ. Unter dem Titel „Nevin Aladağ - Interlocking (Ineinandergreifen)“ sind bis zum 30. Juni textile Collagen, Klangskulpturen, Installationen und Videoarbeiten zu sehen, wie das Museum am Freitag ankündigte. Die 1972 geborene Bildhauerin zählt zu den derzeit gefragtesten deutschen Künstlerinnen. Mit ihren Installationen, Performances und Videoarbeiten war sie 2017 auf der Biennale in Venedig und auf der documenta 14 vertreten.

Aladağs Werk zeichnet sich nach Museumsangaben durch den Einsatz von Musik und Klang sowie die Verwendung von ornamentalen Mustern in textilen Arbeiten aus. Oftmals verarbeitet sie Alltagsmaterialien in zweckfremden Kontexten. In Brühl ist unter anderem die neue Arbeit „Floating Leaves“ aus der Serie „Social Fabric“ zu sehen, für die Aladağ Teppiche unterschiedlicher Qualität und kultureller Herkunft collagiert. Eigens für die Ausstellung im Max Ernst Museum fertigte die Künstlerin auch zwei Werke der Reihe „Color Floating“ an, in der sie Lampen mit farbigen Nylonstrümpfen bespannt. Im Außenbereich des Museums gibt es zudem die ortsspezifische Installation „Best Friends“.

Die Besucherinnen und Besucher können in dieser Ausstellung auch selbst aktiv werden. Umhäkelte Bälle dienen als Sitzgelegenheit. Mit Teppich umhüllte Basketbälle dürfen zum Spielen in der Installation „Carpet Ball Game“, einem Indoor-Basketball-Platz, verwendet werden. Ein in die Ausstellung integrierter Werkraum lädt dazu ein, die von der Künstlerin verwendeten Techniken selbst auszuprobieren.

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