Tübinger Ethik-Preis geht an Omri Boehm

Der mit 25.000 Euro dotierte „Alfons Auer Ethik-Preis“ der Katholischen Fakultät der Universität Tübingen und der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart geht in diesem Jahr an den israelischen Philosophen Omri Boehm. Seine Arbeiten zur moralischen Verantwortung eines radikalen Universalismus, den er auch auf den israelisch-palästinensischen Konflikt anwendet, seien herausragend, teilte die Universität Tübingen am Freitag mit.

Er fordere das Nachdenken über politische Alternativen und schlage einen gemeinsamen, föderalen Staat von Juden und Palästinensern vor. Boehm, geboren 1978, ist seit 2010 Associate Professor für Philosophie an der New York New School for Social Research. Die vielfältigen Quellen seiner Philosophie sind unter anderem die biblischen Erzählungen der Tora, die Schriften Immanuel Kants oder die amerikanische Unabhängigkeitserklärung.

Der Alfons Auer Ethik-Preis ist dem Moraltheologen Alfons Auer gewidmet (1915-2005). Die Katholisch-Theologische Fakultät in Tübingen und die Akademie der Diözese Stuttgart-Rottenburg verleihen ihn alle zwei Jahre. Mit dem Preis werden „Persönlichkeiten gewürdigt, die sich durch ein herausragendes ethisches Engagement im wissenschaftlichen, religiösen und gesellschaftlichen Bereich ausgezeichnet haben“. Den Preis stiftete der Unternehmer Siegfried Weishaupt zu Auers 100. Geburtstag. Verliehen wird die Auszeichnung am 26. November im Theologicum der Universität Tübingen. (1566/12.07.2024)

👋 Unser Social Media