Anlässlich des Internationalen Tags des Spielens am 11. Juni hat der Bayerische Jugendring (BJR) auf den Wert von Aktiv- und Abenteuerspielplätzen hingewiesen. Mit ihren großen, weitgehend unbebauten Flächen würden sie dem Bedürfnis nach naturnahem freien Spiel, nach Klettern, Raufen und Rennen gerecht werden. Als wohnortnahe Treffpunkte seien sie ein wichtiger Bestandteil der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Kinder könnten dort Eigeninitiative entwickeln und Selbstwirksamkeit erleben, sagte BJR-Präsident Philipp Seitz laut Mitteilung am Dienstag.
Der BJR berät und begleitet nach eigenen Angaben die rund 70 in unterschiedlicher Trägerschaft existierenden Aktiv- und Abenteuerspielplätze in ganz Bayern. Kinder könnten dort etwa bauen, gärtnern, Tiere pflegen und versorgen, mit Naturmaterialien arbeiten oder kochen, hieß es in der Mitteilung. Eine pädagogische Begleitung sorge für das notwendige Maß an Sicherheit und Reflexion. Aktivspielplätze böten darüber hinaus eine niederschwellige Beratung, Entlastung und Begleitung der Eltern und Familien an. Sie förderten Kinder aus benachteiligten Elternhäusern und trügen zur Schaffung von positiveren Lebensbedingungen im Stadtteil bei. Sie seien „außerschulische Lernorte der Demokratie“, sagte Seitz.
Der Internationale Tag des Spielens am 11. Juni erinnert an das Recht jedes Kindes auf Spielen nach der UN-Kinderrechtskonvention und wurde 2024 erstmals begangen. (1905/10.06.2025)