Studienfächer: Trend geht zu medizinischen und MINT-Fächern

Die Akademisierung von Gesundheits- und Heilberufen hat die Zahl der Studienanfänger in der Fächergruppe Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften steigen lassen. Im Studienjahr 2023 schrieben sich knapp 28.100 Personen in dieser Fächergruppe ein, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Damit habe sich die Zahl der zum ersten Mal Immatrikulierten in dieser Fächergruppe gegenüber 2003 mehr als verdoppelt (plus 132 Prozent).

2023 entschied sich mehr als jeder und jede 20. frisch an deutschen Hochschulen Eingeschriebene (6 Prozent) für die Fächergruppe Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften. Größte Fächergruppen mit mehr als Zweidrittel der Studienanfänger und -anfängerinnen (67 Prozent) waren Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie die Ingenieurwissenschaften. 2023 begannen den Angaben zufolge knapp 192.600 beziehungsweise rund 129.000 Menschen ein Studium in einem dieser beiden Bereiche. Damit hätten auch diese Fächergruppen „deutliche Zuwächse“ verzeichnet, erklärten die Statistiker.

Ein leichtes Plus registrierte das Bundesamt auch für Mathematik und Naturwissenschaften, die zu den sogenannten MINT-Fächern gehören (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Während 2003 noch 45.000 Personen ein Studium der Mathematik oder der Naturwissenschaften begonnen hätten, seien es 2023 rund 50.800 gewesen - ein Plus von 13 Prozent.

Rückläufig sei hingegen die Zahl der Erstsemester in Geisteswissenschaften, deren Zahl binnen 20 Jahren um mehr als ein Fünftel (minus 22 Prozent) von gut 63.500 auf knapp 49.500 gesunken sei. Ihr Anteil an allen Erstimmatrikulierten hat sich demnach annähernd halbiert: 2023 machten Studierende der Geisteswissenschaften gut 10 Prozent aller Studienanfängerinnen und -anfänger aus, 20 Jahre zuvor betrug ihr Anteil noch 17 Prozent.

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