Kunden nehmen für den Umweltschutz längere Lieferzeiten in Kauf - zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU). Denselben Effekt haben verringerte Versandkosten, wie die KU mitteilte.
Ein Forschungsteam des Lehrstuhls für "Supply Chain Management und Operations" an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der KU hat für die Studie demnach exemplarisch den Online-Modehandel in den Blick genommen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hätten Menschen aus dem deutschsprachigen Raum online danach befragt, wie sie ihre Bereitschaft zu längeren Lieferzeiten unter verschiedenen Bedingungen bewerteten. "Diese Bedingungen umfassten Einsparungen bei den Versandkosten, die Reduzierung von CO2-Emissionen und eine größere Flexibilität bei der Wahl des Lieferzeitpunkts."
Die Ergebnisse zeigen laut Uni, dass finanzielle und ökologische Vorteile die Kundschaft dazu bewegen können, auf eine extra schnelle, aber umweltschädlichere Lieferung zu verzichten. "Konkret gaben unter anderem eine Versandkostenersparnis von einem Euro oder die Einsparung von 200 Gramm CO2-Emissionen den Ausschlag." Die Flexibilität bei der Wahl des Lieferzeitpunkts habe im Vergleich zu den anderen Anreizen einen geringeren Einfluss gehabt.
