Kinder, die krank in die Kita kommen, ein hoher Lärmpegel, Ausfälle von Kollegen - die Belastungen für Erzieherinnen und Erzieher sind hoch. Eine Studie spricht von 87 Prozent der Befragten, die sich ausgebrannt fühlen.
Kita-Erzieherinnen und -Erzieher fühlen sich laut einer Studie der Linken-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung stark überlastet. 87 Prozent haben nach der Arbeit das Gefühl "leer und ausgebrannt" zu sein, wie es in dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten "Kita-Krisenbuch" heißt. 85 Prozent der Befragten gingen krank zur Arbeit, ein ebenso hoher Prozentsatz fühle sich "gehetzt und unter Zeitdruck".
Den Angaben zufolge wurden für die Studie, die in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Verdi entstand, zwei Untersuchungen verarbeitet. Mit Blick auf die Arbeitszeit seien in einer Sonderauswertung 12.614 Kita-Beschäftigte befragt worden. Hinsichtlich der Arbeitsbedingungen habe man mit 930 Kita-Beschäftigten gesprochen. Beide Erhebungen seien im vergangenen Jahr durchgeführt worden.
Notwendig seien große Investitionen in Kitas und Fachkräfte, so der stellvertretende Vorsitzende der Stiftung und Bundestagsabgeordnete der Gruppe der Linken, Jan Korte. Die derzeitige finanzielle Unterstützung des Bundes reiche nicht. Auch bei dem geplanten Sondervermögen für die Infrastruktur müsse es Mittel für Kitas geben.
Derzeit sind für dieses und das kommende Jahr Bundesmittel in Höhe von insgesamt vier Milliarden Euro vorgesehen. Nach Kortes Angaben fehlen zudem 380.000 Kita-Plätze.