Die gute Nachricht: In einer Studie haben 96 Prozent der baden-württembergischen Schüler angegeben, dass sie sich in der Woche zuvor glücklich gefühlt haben. „Fast ebenso viele haben das Leben genossen“, heißt es in der Studie, die das baden-württembergische Ministerium für Kultus und Jugend am Freitag veröffentlichte. Für die Jugendstudie 2024 wurden mehr als 2.000 Schüler aus 86 Schulen aller Schularten mittels eines Fragebogens befragt.
Aber die Studie bestätigt auch die deutschlandweite Entwicklung, dass junge Menschen mehr unter Überanstrengung, Schlafproblemen oder Niedergeschlagenheit leiden. „Etwa 80 Prozent der Jugendlichen hatten innerhalb der letzten Woche mindestens manchmal das Gefühl, dass alles, was sie tun, anstrengend ist“, heißt es in der Studie. 25 Prozent hatten dieses Gefühl sogar meistens.
Wie in der Jugendstudie 2022 zeichnet sich auch in der Jugendstudie 2024 ab, dass Mädchen insgesamt von stärkeren psychischen Belastungen berichten als Jungen. So hatten die Mädchen beispielsweise häufiger schlecht geschlafen, waren häufiger niedergeschlagen oder fühlten sich häufiger einsam. Aber gleich häufig berichteten männliche und weibliche Befragte davon, glücklich zu sein.
Die meisten der Jugendlichen gaben an, dass sie Menschen haben, an die sie sich wenden können, wenn es ihnen schlecht geht - etwa Freunde und Familienmitglieder. In der Jugendstudie 2022 erklärten noch deutlich mehr Befragte, dass sie Ansprechpersonen hätten.
Die siebte Jugendstudie Baden-Württemberg wurde vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport finanziert und von der Universität Stuttgart durchgeführt. (0846/11.04.2025)