Der frühere Braunschweiger Domkantor Gerd-Peter Münden hat im Streit um seine Kündigung durch die evangelische Landeskirche eine weitere Klage vor dem Arbeitsgericht Braunschweig eingereicht. Er wende sich damit gegen Aussagen des braunschweigischen Landesbischofs Christoph Meyns zum Thema Leihmutterschaft, sagte Münden dem epd. Durch diese Äußerungen in einer Sendung des Deutschlandfunks vom 10. Mai sehe er seinen Ruf geschädigt, sagte Münden. Er klage auf Schmerzensgeld und Schadensersatz.
Münden war im März 2022 wegen seiner Pläne, mit seinem Ehemann eine Leihmutterschaft in Kolumbien zu beauftragen, fristlos entlassen worden. Er befindet sich seitdem in einem Rechtsstreit mit der Landeskirche. In der Sendung habe der Bischof ihm unterstellt, er behandle „Kinder als Ware“ und beteilige sich „sozusagen an einer Form des internationalen Menschenhandels“, sagte er. Dadurch sehe er auch die politische und wirtschaftliche Unterstützung seiner Kinderprojekte gefährdet. Münden wurde bekannt für die Aktion „Klasse! Wir Singen“, bei der er Zehntausende Kinder und Lehrkräfte für das Singen begeisterte.