Stolperstein-Putzaktion in Landau

Die Stadt Landau ruft rund um den Holocaust-Gedenktag am 27. Januar zum Putzen von Stolpersteinen für von den Nationalsozialisten ermordete jüdische Bürgerinnen und Bürger auf. Auch in Landau mit seiner einst großen jüdischen Gemeinde erinnern mehr als 300 „Mahnmale von unten“ an die Menschen jüdischen Glaubens, die im Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte. Bürgerinnen und Bürger seien eingeladen, diese zu reinigen, appellierten Oberbürgermeister Dominik Geißler (CDU), Lena Dürphold, die Dezernentin für das städtische Archiv, sowie Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer.

„Gerade angesichts der aktuellen Diskussionen über die Zunahme von Antisemitismus in Deutschland sind die 'Stolpersteine' in unserer Stadt gelebte Erinnerungskultur“, sagte Oberbürgermeister Geißler. Täglich werde man durch die Mahnmale im Asphalt mit den schrecklichen Auswirkungen von Menschenhass und Judenfeindlichkeit in der deutschen Vergangenheit konfrontiert. Er wolle auch einen städtischen Antisemitismusbeauftragten oder eine städtische Antisemitismusbeauftragte einsetzen, sagte Geißler.

Stolpersteine sind Messingtafeln auf kleinen Pflastersteinen mit den Lebensdaten von NS-Opfern, die vor deren letzten frei gewählten Wohnorten in den Boden eingelassen werden. Gründer der Aktion ist der Kölner Künstler Gunter Demnig.

👋 Unser Social Media