Eine Archäologin und eine Bauforscherin haben die diesjährigen Studienpreise für Archäologie und Denkmalpflege in Niedersachsen erhalten. Die mit insgesamt 4.000 Euro dotierten Auszeichnungen wurden ihnen am Montag in Hannover überreicht, wie die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die VGH Stiftung in Hannover mitteilten.
Der Studienpreis der Sparkassenstiftung für Denkmalpflege in Höhe von 2.000 Euro ging an die Bauforscherin Carolin Prinzhorn für eine Doktorarbeit über „Osnabrücker Steinwerke“ im Mittelalter. Die Autorin stellt darin hochwertige steinerne Bauten vor, die im Spätmittelalter als Hinterhäuser die straßenzugewandte Bebauung ergänzt und gehobenen Wohnkomfort geboten hätten. Prinzhorn hatte ihre Arbeit an der Technischen Universität München vorgelegt. Die Laudatio auf die Preisträgerin hielt Christina Krafczyk, Präsidentin des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege.
Den mit ebenfalls 2.000 Euro dotierten Studienpreis der VGH-Stiftung für Archäologie erhielt die Archäologin Martha Görlitz für ihre an der Universität Göttingen entstandene Masterarbeit „Alte Spinntechniken - neuer Faden“. Darin geht es um die Technik des Spinnens in einem frühgeschichtlichen Dorf im heutigen Landkreis Cuxhaven zur römischen Kaiserzeit. Die Laudatio auf die Preisträgerin hielt Daniel Neumann vom Niedersächsischen Landesverein für Urgeschichte.
Die Stiftungen hatten die beiden Preise gemeinsam mit Kooperationspartnern vor zwei Jahren ins Leben gerufen, um herausragende Studienarbeiten in den jeweiligen Bereichen auszuzeichnen. Fachjurys aus Wissenschaft und Denkmalpflege entscheiden über die Preisvergaben.