Die Gefahr von Steinschlägen auf der Thüringer Burgruine Ehrenstein im gleichnamigen Ortsteil von Stadtilm ist abgewendet. An Mauerwerk und Mauerkronen seien instabile Partien in Teilen wieder aufgemauert worden, teilte die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten am Dienstag in Rudolstadt als Eigentümerin der Anlage mit. Neue Bleiabdeckungen sollen die Mauerkronen künftig dauerhaft schützen.
Auch an den Fensteröffnungen seien in den zurückliegenden Wochen statische Sicherungen durchgeführt worden. Während der Bauarbeiten sei besondere Rücksicht auf die Brutzeiten von Vögeln sowie anderer Tiere genommen worden, die an und in der Burgruine leben, erklärte ein Sprecher. Auch habe pralle Sonne, pfeifender Wind und Regen den Handwerkern ihre Arbeit auf dem Gerüst mitten auf dem Burgberg erschwert.
Die Arbeiten seien über das Sonderinvestitionsprogramm von Bund und Land finanziert worden. Insgesamt habe es ein Volumen von 200 Millionen Euro, mit dem insgesamt 23 Sanierungsprojekte an Kulturdenkmalen in ganz Thüringen umgesetzt werden sollen. Für die Ruine Ehrenstein stehen den Angaben zufolge bis 2025 750.000 Euro zur Verfügung.
Die im Mittelalter durch die Grafen von Schwarzburg errichtete Burg ist bereits Ende des 17. Jahrhunderts aufgegeben worden. Als eine architektonische Besonderheit verfügt sie über abgerundete Ecken. Es wird angenommen, dass diese Form weniger der Verteidigungsfähigkeit, als vielmehr dem persönlichen Geschmack des Bauherrn Günther XXI. (1301-1349) diente.